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Ausgabe 23.12.2020

Allgemeine Verwaltung

Gedanken zum Jahreswechsel 2020/2021 vom Gemeindepräsident

Jetzt geht es ganz schnell vorbei, das unvergessliche Jahr 2020. Wie haben wir uns Anfang 2020 alle auf ein sorgenfreies fröhliches Jahr gefreut.

Alles ist anders gekommen. Ein kleines Coronavirus hat unsere Welt innert Kürze total verändert. Was vor kurzem noch sicher und möglich war, ist in weite Ferne gerückt. Viele unserer Pläne und Erwartungen für die Zukunft sind obsolet geworden. Der Bestand von vielen Arbeitsplätzen und die wirtschaftliche Weiterentwicklung sind auf einmal nicht mehr sicher. Unser Zusammenleben, Feste, Ferien und noch so vieles mehr sind nur noch sehr begrenzt möglich. Unserer Gesellschaft, der Globalisierung und dem immer weiter, immer schneller, wurden jäh Grenzen aufgezeigt. So einiges, gewohntes und selbstverständliches wird zu Recht hinterfragt. Tiefgreifende Änderungen und neue Regeln im gesellschaftlichen, menschlichen und auch wirtschaftlichen Zusammenleben mussten und müssen dringend umgesetzt und befolgt werden.

Solidarität, Rücksichtnahme und gegenseitige Hilfe werden gefordert und auch gelebt. Eindrücklich können wir dies täglich sehen und erleben. Trotz all der negativen Auswirkungen der Pandemie sind auch viele positive Signale zu vernehmen. Trotz grösserer physischer Distanz sind wir einander näher gerückt. Wir alle gehen anders miteinander um. Das Menschliche hat an Wert gewonnen.

Viele unserer Mitmenschen leisten enorme Arbeit, dies vor allem im Gesundheitswesen und in der Pflege. Auch viele Unternehmen, Arbeitgebende und auch Arbeitnehmende geben alles, um den Weiterbestand von Firmen und Arbeitsplätzen zu gewährleisten.

Die kommenden Festtage werden für viele von uns schwer. Gewohnte Feiern mit Familie, Freunden und Bekannten dürfen dieses Jahr nicht stattfinden. Einige von uns müssen diese Tage in Quarantäne, Isolation oder gar im Spital verbringen. Besuche in Betagtenzentren, Spitälern und anderen Einrichtungen sind nur sehr begrenzt oder gar nicht möglich. In Gedanken sind wir mit all diesen Menschen verbunden und hoffen auf Entspannung der ernsten Lage. Wir alle haben es in der Hand, alle müssen ihren Teil dazu beitragen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Mögen doch für viele von uns die angeordneten Massnahmen zum Teil keinen Sinn machen, so appelliere ich an alle, diese Anordnungen strikt zu befolgen. Trotz viel Kritik, Hand aufs Herz: Möchten Sie bestimmen, was in dieser Lage das Richtige ist?

Jeder von uns hat gefährdete Personen in seinem engen Umfeld, diese gilt es zu schützen. Jeden Tag sterben mehr Menschen an COVID-19, als bei einem Flugzeugabsturz und das nicht nur Alte. Kann dieser Umstand uns egal sein? Jeder von uns steht in der Verantwortung.

Für das kommende Jahr wünsche ich euch allen vor allem viel Gesundheit, Geduld und Durchhaltewillen. Ich wünsche allen schöne, glückliche Momente mit lieben Menschen und ein offenes Auge für die schönen, kleinen Dinge und Momente des Alltags. Ich wünsche euch und euren Liebsten Lebensfreude, Mut und Dankbarkeit.

"Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag."
(Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945, deutscher lutherischer Theologe)

Beat Fischer, Gemeindepräsident

Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung Grosswangen wünschen allen frohe Festtage und alles Gute im neuen Jahr.