Stellungnahme Kehrichtentsorgung, Dienstleisterwechsel –
Beck Umweltservice AG
Das vergangene Jahr stand bei der ARGE beST ganz im Lichte der Planung des anstehenden Grossprojekts. In enger Zusammenarbeit mit ihrem Auftraggeber dem Gemeindeverband für Abfallverwertung Luzern-Landschaft – kurz GALL – hat die ARGE beST über das ganze Jahr 2025 hinweg investiert. Neben Neubeschaffungen im Bereich E-Fahrzeuge, Aufbauten, Wiegesystemen und der zugehörigen Ladeinfrastruktur, durften wir eine grosse Anzahl neuer Mitarbeiter/innen begrüssen und schulen. Doch mit der Beschaffung von Fahrzeugen und dem diesen bedienenden Personal ist die Vorbereitung noch nicht abgeschlossen.
Der mitunter grösste Teil der Vorbereitungszeit floss in die Tourenplanung. Dafür haben wir vom GALL ein Streckennetz erhalten, welches uns aufzeigt, welche Strassen im Auftragsgebiet angefahren werden müssen. Ausserdem erhielten wir eine Liste mit allen beim GALL gemeldeten Containern. Diese galt es dann in einer ersten Phase neu zu bechippen und anschliessend in einer zweiten Phase in unserer Navigationssoftware entlang des Streckennetzes einzuflechten. Aufgrund dieser Informationsgrundlage wurden schlussendlich die optimalen Touren geplant.
Somit sind wir in der Startwoche (KW 2/2026) angelangt.
Trotz widriger Wetterbedingungen starteten unsere Sammelteams motiviert. Doch schnell zeigten sich erste Probleme. Einerseits wurde durch den Schnee die Sammelgeschwindigkeit vermindert und andererseits haben die Minustemperaturen "– 15 Grad" auch Auswirkungen auf Fahrzeug, Aufbau und Mensch. In den Starttagen hatten wir zum Glück, nur mit technischen Pannen zu kämpfen, welche allesamt behoben werden konnten, aber alle ihre Zeit beanspruchten. Auch die Angewöhnung an die neuen Fahrzeuge, das neue Navigationssystem und die neu zusammengestellten Teams benötigte seine Zeit. Tiefgefrorenes Material an den Behältern aber auch die rund 25 % Mehrmengen an Material, welche sich über die Festtage und den Jahreswechsel angestaut haben, verlängerten die Sammelzeiten massgeblich.
Unsere Teams waren in der Startwoche unermüdlich damit beschäftigt, die Sammlungen so gut wie möglich zu machen und nahmen dafür Arbeitstage von fast zwölf Stunden und eine Sechstagewoche in Kauf.
Auch zeigte sich, dass das offizielle Gall-Streckennetz nicht vollständig mit den in den vergangenen Jahren tatsächlich gefahrenen Routen übereinstimmt. Worauf diese Abweichungen zurückzuführen sind, sei aber dahingestellt. Deshalb wurden wir in den ersten Tagen auch von unzähligen Anrufen erreicht, welchen wir mitteilen mussten, dass Sie sich nicht am Streckennetz befänden und Sie bitte ihre Container an das Streckennetz bringen sollen. Dies oft zur nachvollziehbaren Frustration der Bewohner/innen. Wir sind aber in Zusammenarbeit mit dem GALL bemüht, laufend Streckenanpassungen vorzunehmen, um die Dienstleistung zur Zufriedenheit unserer Kunden erledigen zu können.
Als Dienstleister sind wir, wie auch der Gall auf die Mithilfe und das Verständnis der Bürgerschaft und Gemeindeverantwortlichen angewiesen.
Wir sehen täglich, dass sich die Situation verbessert und sind überzeugt, dass wir die Sammelqualität in den kommenden Wochen nivellieren können.
Informationen können auf folgenden Webseiten aufgerufen werden:
www.beck.swiss / Abfallsammlung
www.gall-lu.ch